Westöstlicher Diwan
Marcia Bodrozic Marcia Bodrožic

»Mit großer sprachlicher Präzision, durchkomponierter Motiv, in einem souveränen Ton und zugleich schwebend leicht stellt sich hier ein Erzählband vor, dessen Grundstimmung einem frühmorgendlichen, leicht dunstigen Spätsommertag ähnelt.«
Sabine Franke über Marica Bodrožic, in: Frankfurter Rundschau vom, 28.3.2002

Marica Bodrožic, das zeigt bereits ihr erstes Buch, hat einen klaren Blick auf die Wirklichkeit und große poetische Kraft, um sich ihr zu widersetzen. Sie hat also alles, um eine große Schriftstellerin zu werden. Und eigentlich ist sie es schon.
Heinz Ludwig Arnold »Marica Bodrožic,– ein Porträt« in

»Ein großartiges erstes Buch einer Schriftstellerin: Marica Bodrozics Erzählungsband »Tito ist tot«… In 24 kurzen Erzählungen aus drei Jahren - zeichnet sie mit scheinbar kindlichem Blick poetische Bilder vom Leben in ihrem Dorf, hinter denen sich die großen Schrecken des späteren Krieges schon abzeichnen.«
TEXT+KRITIK-Redaktion, März 2002

»Es sind diese kleinen, feinen Beobachtungen, die uns aus den Erzählungen entgegenschauen. Marica Bodrozic ist auf der Suche nach solch kurzen unprätentiösen Begegnungen - ganz auf sich bezogen und ganz offen. Ihr Schreiben ist eine Art Bestandsaufnahme, ein Spiel, traumhaft und todernst zugleich, und ein großes Staunen. Hell sind ihre Geschichten - mit diesem melancholisch heiteren Erzählton, schwebend und manchmal geheimnisvoll.«
Tilman Urbach in: Lesezeichen BR Online

»Wie Marica Bodrozic in ihrem Debüt, dem Erzählungsband »Tito ist tot«, das Dorf und seine Bewohner abbildet, ist eine kleine Sensation: So intensiv, detailgenau und aufregend, so gelassen und völlig auf die eigenen erzählerischen Mittel vertrauend, so irritierend eigenständig betritt nicht häufig ein Autor die literarische Bühne.«
Tilman Spreckelsen über »Tito ist Tot« in: FAZ vom 6. Juli 2002

Bibliografie
»Tito ist tot.«, Erzählungen, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2002
» Sterne erben, Sterne färben«, Essay, Frankfurt/M 2007
» Ein Kolibri kam unverwandelt«, Gedichte, Salzburg 2007
» Der Spieler der inneren Stunde«, Roman, Frankfurt/M 2005

Text in Anthologie »Zwischen Berlin und Beirut – west-östliche Geschichten«:
„Der Schlafsaum der Erinnerung“ ist veröffentlicht in: „DU“ – Heft Februar 2007

Marcia Bodro˛ic
1973 in Dalmatien geboren, hat Ihre Kindheit bei ihrem Großvater in einem dalmatinischen Dorf verbracht, während ihre Eltern schon in Deutschland lebten. 1983, drei Jahre nach dem Tode Titos, ist auch sie, als Zehnjährige, den Eltern nach Deutschland gefolgt. Bodrožic, studierte Kulturanthropologie und Slawistik in Frankfurt am Main, brach bald darauf das Studium ab, um sich nur dem Schreiben zu widmen.

Ihre ersten literarischen Arbeiten wurden in der FAZ und der Zeitschrift manuskripte veröffentlicht. Im Sommer 2001 erhielt Marcia Bodrožic das Herman-Lenz-Stipendium. 2002 folgte dann der Heimito-von-Doderer-Förderpreis. Im selben Jahr veröffentlichte sie ihren hoch gelobten Erzählband »Tito ist tot«, im Suhrkamp Verlag. 2003 wurde Marcia Bodrožic der Robert-Bosch Stiftung Förderpreis überreicht. Die freie Autorin lebt heute in Berlin.

Zum Weiterlesen:
Marcia Bodro˛ic
ein Portät, von Heinz Ludwig Arnold (Pdf-Dokument, 76K)
>> Download