Westöstlicher Diwan
Martin Mosebach Martin Mosebach

»Sein jüngster Roman 'Nebelfürst' ist ein federleichter Geniestreich, eine Operette als Meisterwerk. Spätestens bei ihm hat die Kritik aufgemerkt. (…) Mosebachs Werk (hat) in seiner Sprachkraft; seinem Figurenreichtum, seinem Witz und seiner exzentrischen Grazie in Deutschland nicht viel Vergleichbares (…) Die Prosa Martin Mosebachs ist von seinem Debüt an geschmeidig, reich an Bildern und Pointen, und von tiefer Komik durchdrungen.«
Michael Maar über Martin Mosebach in: Die Welt vom 5. Juli 2003

»Martin Mosenbachs Wortgebilde schweben wie Traumgespinste. Sie fügen sich zu Stilleben, zu luftigen Schaubildern voller Farben und Licht .... Eine Sprachfertigkeit, die höchstes Lob verdient. Mosenbach ist ein Meister der Stille.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung über Martin Mosebach

»Ich kenne keinen lebenden deutschen Autor, der so virtuos mit der deutschen Sprache umgehen kann, wie dieser Mosebach. Thomas Mann, Albert Drach, Albert Vigoleis Thelen sind tot - literarisch nicht, aber de facto. Mosebach lebt, ist ein junger Fünfziger, hat hoffentlich noch viel Zeit, mich mit seiner Formulierungsvirtuosität zu überwältigen. Diese fein gesponnene Prosa ist voll von Wortschöpfungen, die man sich notieren möchte. Ein Witz steckt in ihr, der mich zum Platzen bringen kann.«
Christian Oelemenn in Buchkultur.de vom Februar 2003

»In Mosenbachs Kunst verbinden sich aus unserem Jahrhundert der ideologiefreie Blick des Reporters – auch für die kleinsten banalen Details – und aus dem letzten Jahrhundert ein erzählerischer Atem, mit dem er virtuos wie zur Zeit kein zweiter unsere bitteren Erfahrungen mit dem verschütteten Bildungsgut des Abendlands in eindringlich neuen Portraits zu bannen weiß.«
Paul Badde über Martin Mosebach

Bibliografie
»Das Bett«, 1983, überarbeitete Taschenbuch-Ausgabe 2002
»Die Türkin«, (Roman) Aufbau Verlag Berlin 1999
»Eine lange Nacht« (Roman), Aufbauverlag 2000
»Der Nebelfürst« (Roman), Die Andere Bibliothek, Frankfurt am Main 2001
»Häresie der Formlosigkeit - Die römische Liturgie und ihr Feind« (Essays), Karolinger Verlag, Wien 2002
»Der Mond und das Mädchen«, Roman, München 2007
»Schöne Literatur«, Essays, München 2006
»Das Beben«, Roman, München 2005

Text in Anthologie »Zwischen Berlin und Beirut – west-östliche Geschichten«:
»Erzählungen im Niemandsland des Zivilisationskriegs: über Kairo« ist veröffentlicht in:
FAZ vom 22.7.2004

Martin Mosebach
wurde 1951 in Frankfurt am Main geboren, studierte Jura und arbeitet seit Beendigung des Studium 1979 als freier Schriftsteller. Bereits früh wurde der Juror Golo Mann auf das junge Talent aufmerksam, das sich selbst ironisch als literarischen Außenseiter bezeichnet.

1983 stellte Mosebach sein Können mit dem Romandebut »Das Bett« unter Beweis. Mit seinem dritten Roman »Die Türkin« (1999) wurde aus dem Geheimtipp der Literaturfachleute ein viel rezensierter und geachteter Autor, dessen Werk 1999 mit dem Heimito-von-Doderer-Preis ausgezeichnet wurde.

Hoch gelobt wurde auch sein darauffolgender Roman »Der Nebelfürst«, für den er 2002 nicht nur den Kleist-Preis erhielt, sondern im darauf folgenden Jahr auch den Spycher-Literaturpreis überreicht bekam. Neben seinen Romanen verschaffte sich Mosebach auch einen Namen als Essayist mit diversen Aufsätzen zu kunst- und kulturhistorischen Themen. Heute lebt der Schriftsteller in Frankfurt am Main.

Zum Weiterlesen:
Martin Mosebach
Ein Porträt von Susanne Kaul / Friedmar Apel. (Pdf-Dokument, 90 K)
aus: Kritisches Lexikon zur Gegenwartsliteratur
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