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Moritz Rinke |
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»Moritz Rinke schreibt über Dinge,
die zu schön sind, um wahr zu sein. Dazu gehören Stars und
ganz gewöhnliche Menschen wie du und ich. Ob als Dramatiker, als
Erzähler oder als Mensch, der im Vorgarten sitzt und für eine
langweilige Tageszeitung eine sehr kurzweilige Abhandlung über
die Fruchtfliege schreibt, stets stürzt er sich mit ganzer Kraft
ins Tagesgeschäft. Und im Tagesgeschäft reizen ihn die Momente,
mit denen viele von uns nichts anfangen können. Was würden
wir im Ostberliner Kaffee Burger machen? Höchstwahrscheinlich einmal
hingehen und nie wieder. (…) »Standen bei dem vorausgegangenen Text (›Republik Vineta‹)noch
die deutsche Sozialdemokratie, die Arbeitswelt der ›Neuen Mitte‹
und das ›Ende der Arbeit‹ im Mittelpunkt seines kritischen
Interesses, sind es jetzt die Grünen-Wähler, die Globalisierungsgegner
und Utopisten; all jene, die sich in den achtziger und neunziger Jahren
eine Veränderung der Welt zum Besseren erhofft hatten: Optimisten
eben. Gnadenlos wie im vorausgegangenen Text schickt Rinke die Weltverbesserer
auf einen Weg in die Hölle, und wieder nimmt, was als leichte,
ironische Komödie begann, die denkbar härteste Wendung.« »Moritz Rinke nimmt sich in seiner gewitzten Globalisierungs-Farce
die Freiheit, die Phraseologie und Rituale westlicher Gutmenschen und
scheinbar überlegener Betroffenheitstouristen ad absurdum zu führen.
Seine Mittel: Scherz, Satire, Ironie – und eine tiefere Bedeutung.« »Am Ende entpuppt sich das Ganze als Psychotrick: Vom so genannten
›Outsourcing‹ betroffene Manager sollen durch das Scheitern
dieses Projekts auf das harte Leben in der Realität vorbereitet
werden. Überzeugend ist weniger diese kabarettistische Pointe als
vielmehr die Schönheit der Figuren, die Rinke versammelt.«
»Rinke hält mit seinen ebenso poetischen wie intelligenten
Bühnenphantasien dem Zeitgeist einen satirischen Spiegel vor«.
»Die Vergeblichkeit des Seins, die Sinnlosigkeit des Daseins
und die Rechercheverzweiflung der Autorenexistenz sind folglich immer
wiederkehrende Grundmelodien der Texte Moritz Rinkes. Unterwegs auf
der Insel Capri, um einem gerühmten Theater einen Besuch abzustatten,
findet er zwar nicht das Gesuchte, dafür aber viele andere Abenteuer.
Im Bemühen um einen Gesprächstermin mit Michael Naumann dringt
er zwar nur telefonisch zur Sekretärin vor, schreibt aber dennoch
einen sehr hübschen Text. Solche gezielten Themenverpassungen sind
Prinzip, vielleicht ja sogar eine feuilletonistische Lebenshaltung,
an die sich anknüpfen ließe. Man muß nicht immer da
ankommen, wo man hinwollte.« Theaterstücke Reportagen und Essays Text in Anthologie »Zwischen Berlin und Beirut – west-östliche
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